Herkunftsland ist Frankreich. La Vendée ist ein Gebiet an der französischen Westküste, von dort stammt diese sehr alte Rasse. Nach der französischen Revolution starb sie fast aus, aber wie so viele andere Rassen wurde sie Dank engagierter Züchter gerettet. Die große Varietät "Grand" und der kleinere "Petit" konnten ursprünglich aus dem gleichen Wurf stammen und erst 1950 wurde dem Petit ein eigener Status als separater Schlag der Rasse zugestanden. Ursprünglich jagten diese Hunde in Meuten, aber diese Jagdart verschwand mit der Zeit fast völlig und alleine jagende Hunde wurden bevorzugt. Der Petit ist ein langsam jagender Hund und wird hauptsächlich auf Kleinwild angesetzt.


Der Petit Basset Griffon Vendéen erinnert mit seinem zerzausten Aussehen und ihrem schelmischen Blick eher an gelungene Mischlinge als an Vertreter anerkannter Rassen. Ihr spontan einnehmender Charme wird noch unterstrichen durch die großen, dunklen Augen, die buschigen Stirnfransen und den vollen, struppigen Schnauzbart.
So extravagant wie das Aussehen sind auch einige Wesenszüge der Basst Griffon Vendéen: Sie sind intelligent, aber eigensinnig und sensibel, dabei aber auch ausgeglichen. Im Umgang ist der Petit Basset meist couragiert und lebhaft, dabei aber nicht nervös.
Die Petits haben eine Größe von 34-38, und ihr Gewicht beträgt 12-16 kg.
Das Haar ist rauh und mittellang; die Hunde sind zwei oder dreifarbig.
Die Pflege beschränkt sich auf regelmäßiges Kämmen oder Bürsten, Trimmen und Ohrenpflege
Nach der FCI-Klassifikation gehört der Petit zur Gruppe 6: Lauf- und Schweißhunde
Als Meutehunde sind Petits stark auf ihre Familie - als ihre Meute - bezogen und lieben Erwachsene ebenso wie Kinder. Als Jagdhunde mit einer der besten Hundenasen sind sie allerdings auch an jeder Spur, die ihnen bei einem Spaziergang in die Quere kommt, interessiert.
In Frankreich werden die Hunde nach wie vor als Jagdhunde in Meuten gehalten, außerhalb Frankreichs ihrem meutetypischen Sozialverhalten entsprechend als Familienhunde.
Die Erziehung der beiden Hunde sollte Konsequenz und Nachdrücklichkeit mit Freundlichkeit und Belohnung verbinden können, um den oft unerwarteten Einfallsreichtum der Hunde und ihren originellen Charakter in die gewünschte Richtung zu lenken.